Stimmen zum Konzert

Giuseppe Verdi, Messa da Requiem, 8./9. April 2017

 

EIN FEST DER STIMMEN

Es war ein Fest der Stimmen und des grossen Orchesterklangs. – Verdi eben! Dankbar waren wir auch für die einführenden Worte von Herrn Heidegger, die uns Struktur mitgaben, vor der wir dieses so epochale Werk hören und geniessen konnten. Der mächtige Chor beeindruckte mit dynamischer Differenzierung, von pianissimo zu murmelndem Volksgebetston bis hin zu Endzeit beschwörender Emotion in unglaublichem Fortissimo. Herzliche Gratulation zu dieser beeindruckenden Darbietung. Sehr gut hat uns auch das Solistenquartett gefallen. Sehr nahe kam der Tenor an einer – sogar “ohne Noten in der Hand” gesungenen Stelle der Aussage, dass das Requiem Verdis “schönste Oper” sei. So viel innige Emotion und wunderbare sängerische Hingabe! – Ein sehr gut gewähltes Solistenquartett.
M. M., Goldach

 

WUNDERBARE EINHEIT

Herzlichen Glückwunsch, es war wirklich sehr schön und Herrn Münch ist es gelungen mit Chor, Sinfonieorchester und Solisten eine wunderbare Einheit zu schaffen. Die Solisten waren grossartig, das Orchester engagiert und der Chor sehr präzis und mit Herzblut dabei und der Applaus gab die Begeisterung des Publikums wieder.
N. und J. G., St. Gallen

 

EIN HOCHGENUSS

Das Requiem heute war ein Hochgenuss! Diese knappen Sätze in Latein. Nur drei bis fünf Worte erzeugen einen Satz von dogmatischem Gehalt. Und Verdi baute sie alle zu einem Finale, das immer wieder ansetzte und immer wieder von lieblichen Arien und Bittgebeten zurückgebunden und der Gnade untergeordnet wurde. Es war ein Kampf mit der Unterwelt, von eurem Chor live geboten! Das hat mich gepackt. Der Chor konnte die Balance mit den ausgezeichneten Solisten bravourös halten. Es war stellenweise unheimlich, was aus euch herausgekommen ist, der Schrecken der Höllenangst, wie wir ihn heute nicht mehr spüren können und worum sich die Geistesgeschichte des Abendlandes Jahrhunderte lang drehte. Auf dem Heimweg haben wir darüber gesprochen, ob die Theologie nochmals zu dieser Wucht zurückfinden wird, wenn der Mensch sein Leben gänzlich sinnlos als innerweltlichen Schutt erleben wird, wird da die Religion nochmals von ausserhalb, von oben ansetzen und ihn hinausziehen können?
P. O., St. Gallen

 

TRÖSTUNGEN IN IMMER GROTESKER TAUMELNDER WELT

Ich bewundere,  was Uwe Münch und alle Beteiligten hier wieder geschaffen haben –  das sind wirklich Tröstungen in dieser immer grotesker taumelnden Welt –  die man immer mehr schon abstürzen sieht – zumindest geht es mir so – dass ich  die Abgründe fürchte – Aber Menschen und Ereignisse wie dieses erscheinen mir da wie ein Bollwerk gegen den Wahnsinn.
G. F., Cambridge